
Die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße mit dem Centrum Judaicum zählt zu den wichtigsten Orten jüdischen Lebens in Deutschland. Der 1866 eingeweihte Bau war das größte und prächtigste jüdische Gotteshaus Deutschlands und zugleich selbstbewusster Ausdruck des etablierten jüdischen Bürgertums der Stadt.
In dem großen Hauptschiff und auf den Emporen fanden bis zu 3000 Gläubige Platz. Eine weithin sichtbare große goldene Kuppel krönt das Gebäude, dessen prachtvoll mit Ziegelornamenten verzierte Eingangsfront flankiert ist von zwei Türmen mit ebenfalls vergoldeten Kuppeln. Die Synagoge wurde in der Pogromnacht 1938 durch das beherzte Eintreten des Polizeivorstehers des Reviers vor größeren Schäden bewahrt. 1943 wurde das Gebäude durch Bombenangriffe schwer beschädigt, und 1958 ließ man den Synagogenhauptraum abtragen.
Die Grundsteinlegung für den Wiederaufbau fand am 9.11.1988 statt, genau 50 Jahre nach der Reichs-Pogromnacht, die Wiedereinweihung der Neuen Synagoge erfolgte 1995.